Habt Ihr Euer Kind im Auto richtig gesichert?

Heute haben wir einen tollen Artikel rund ums Thema Autositze für euch gefunden… Unbedingt lesen 🙂

Der ADAC hat 2011 in 11 Bundesländern vor 16 Kindergärten und 29 Schulen stichprobenartige Überprüfungen zur Sicherung von Kindern unter 12 Jahren in Fahrzeugen durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 2.325 Kinder überprüft.  Das Ergebnis dieses Kindersitz-Checks war erschreckend: rund 30 Prozent der jungen Mitfahrer waren falsch oder gar nicht gesichert. Die ADAC Experten sahen immer wieder falsch montierte Sitze, ungeeignete Kinderrückhaltesysteme wie etwa reine Sitzerhöher ohne Kopfstütze für kleine Kinder oder mit dem Erwachsenengurt gesicherte Kinder, die noch nicht 1,50 m groß oder zwölf Jahre alt waren.  Den meisten Erwachsenen war gar nicht gewusst, welchem Verletzungsrisiko sie die Kinder aussetzen.

Feldstudien der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) aus dem Jahr 2006 haben ergeben, dass in  64,7 % aller Fälle Autokindersitze falsch verwendet („misuse“) werden. Dieser „misuse“ von Kinderschutzsystemen (KSS), worunter man im Allgemeinen falschen Gebrauch bzw. fehlerhafte Nutzung von KSS versteht, reduziert die (theoretische) Schutzwirkung von KSS zum Teil erheblich. 31,2 % entfielen auf einen fehlerhaften Einbau und 68,8 % auf eine fehlerhafte Sicherung. Fehlbedienungen von Kindersitzen variierten signifikant in Abhängigkeit von den Systemarten. Dabei erwiesen sich insbesondere diejenigen KSS, bei denen Einbau und Sicherung zwei separate Vorgänge darstellen, als überproportional misuse-anfällig. Meist waren die Gurte für Kinder nicht fest genug gezogen oder auf falscher Höhe bzw. mit Halskontakt befestigt.

DAMIT IHR FEHLER BEIM EINBAU VERMEIDET…

Selbst der sicherste Kindersitz kann euer Kind nicht schützen, wenn er nicht richtig im Fahrzeug eingebaut wurde. Hier drohen schwerste Verletzungen. Deshalb lasst euch den richtigen Einbau von einer Fachkraft erklären oder lest euch vor dem ersten Einbau aufmerksam die Bedienungsanleitung durch und probiert den Einbau mehrmals aus. Überlebenswichtig für euer Baby: Es muss in der Babyschale immer entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Nur so wird die sehr empfindliche Wirbelsäule geschützt.  Nach dem Einbau muss der Kindersitz sehr fest sitzen. Kinderhaltegurte immer kontrollieren und gegebenenfalls nachregulieren. Grundsätzlich gilt: Je fester die Verbindung zwischen Sitz und Fahrzeug, desto mehr Schutz bietet der Kindersitz. Die aktuelle UDV-Studie (Unfallforschung der Versicherer) zeigt, dass die genormte Steckverbindung ISOFIX, die eine starre Verbindung zwischen Karosserie und Kindersitz herstellt, Einbaufehler nahezu ausschließt und deshalb von Verkehrssicherheitsexperten und Unfallforschern empfohlen wird. Das wichtigste Argument für ISOFIX ist der extrem einfache und schnelle Ein- und Ausbau des Kindersitzes und die damit einhergehende verbesserte Sicherheit. Babyschalen werden direkt auf einer Base mit Stützfuß eingeklickt, die über ISOFIX Konnektoren fest im Auto installiert ist. Aufwändiges Anschnallen der Schale ist nicht mehr nötig. Ein Indikator bestätigt den korrekten Einbau. Bei Kindersitzen ab Altersgruppe I werden die im Sitz integrierten Rastarme über ein Klicksystem fest und sicher mit den ISOFIX Punkten des Fahrzeugs verbunden.

FALLS IHR NOCH AUF DER SUCHE NACH DEM RICHTIGEN KINDERSITZ FÜR EUREN KLEINEN SCHATZ SEID…

Bitte orientiert euch an den Testurteilen von unabhängigen Institutionen wie dem ADAC oder der Stiftung Warentest und lasst Euch umfassend im Fachhandel beraten. Um den richtigen Kindersitz zu finden, solltet ihr sowohl das Kind als auch das Auto zum Kauf mitnehmen. So könnt ihr besser entscheiden, welcher Kindersitz sich problemlos in euer Fahrzeug montieren lässt, optimal passt und dabei auch richtig eingebaut ist. Stellt sicher, dass der Sitz laut Typenliste für Euer Fahrzeug zugelassen ist. Das Verkaufspersonal hilft hier gerne weiter. Lasst euer Kind vor dem Kauf auch ruhig einmal Probe sitzen, um zu testen, ob es sich wohlfühlt. Kindersitze sind europaweit einheitlich in verschiedene ECE Gruppen (nach Alter und Gewicht) eingeteilt, damit lässt sich die Auswahl schon einmal erheblich eingrenzen. Achtet beim Kauf auf das aktuelle Prüfsiegel ECE 44 mit der Prüfnummer 03 oder 04.  Kontrolliert die Länge der Auto-Sicherheitsgurte hinten, sie dürfen nicht zu kurz sein. Die Kinderhaltegurte müssen einfach zu verstellen sein, um je nach Kleidung immer straff genug zu sitzen. Der Kindersitz sollte Kindern, die im Auto oft einschlafen, viel Seitenhalt und eine Liegeverstellung (Gruppe I) bzw. eine verstellbare Kopfstütze (Gruppe II/III) bieten.

HIER HABEN WIR EUCH NOCH EIN PAAR FACHBEGRIFFE ERKLÄRT…

ECE = Economic Commission for Europe (Europäische Wirtschaftskommission)

ECE 44-04 = Aktuelle europäische Norm, nach der Auto-Kindersitze geprüft und zugelassen werden.

ECE Gruppen
Gruppe 0 (Babys bis 10 kg – Geburt bis ca. 6 Monate)
Gruppe 0+ (Babys bis 13 kg – Geburt bis ca. 18 Monate)
Gruppe I (Kinder von 9-18 kg – 9 Monate bis ca. 4 Jahre)
Gruppe 0+/I (Babys/Kinder bis 18 kg – Geburt bis ca. 4 Jahre)
Gruppe II/III (Kinder von 15-36 kg – 4 bis 12 Jahre)
Gruppe I/II/III (Kinder von 9-36 kg – 9 Monate bis 12 Jahre)

P.S.: Wir hoffen, wir konnten euch in Sachen Autositze ein wenig weiterhelfen. 🙂 Wenn ihr euch die oben beschriebenen Autositze genauer anschauen wollt, dann klickt einfach auf die Bilder.
Weitere Autositze von cybex findet ihr bei uns im Shop unter http://bit.ly/Autositze_cybex 🙂


1 Kommentar

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.